Schubladengeräte mit der Lizenz zum Hören

Hört Ihre Schublade auch aufs Wort? Nein? Dann könnte es daran liegen, dass das Hörgerät da drin unterbeschäftigt ist und viel lieber mit Ihnen zusammen wäre. Immerhin wurde es einmal für Ihr Ohr angepasst. Womöglich haben Sie das Gerät in der Schublade geparkt, weil es Ihnen nicht mehr passt. Gründe dafür sind zahlreich, sagt uns die Hörgeräteakustik-Meisterin Carla Hensel vom Fachgeschäft Schäfer Hörgeräte. „Wenn ein Hörgerät nicht mehr passt, kann es am geänderten Hörvermögen liegen und es bietet sich eine erneute Einstellung an. Hinzu kommt, dass sich circa alle drei Jahre das Ohr verändert und es reicht aus, das Ohrpassstück an die neue Form anzugleichen“, erklärt sie. Wichtig zu wissen ist auch: Nach sechs Jahren können Hörgeräte-Anwender bei ihrer Kasse ein neues Gerät beantragen.

Ein weiterer Grund für das Schubladenhörvermögen ist das Argument von Erstnutzern: Ich konnte mich nie richtig dran gewöhnen. Hier hilft vielleicht der Vergleich, dass es sich bei der Gewöhnung an ein Hörgerät ähnlich verhält, wie mit dem Training für einen Langstreckenlauf. Mit guten Schuhen – damit sind Hörgeräte der unterschiedlichen Leistungskategorien gemeint – geht es sich im Gelände zunächst besser als barfuß, aber sie ersetzen nicht das Training. Hörverlust entsteht meist langsam und betrifft neben dem Ohr auch die Verarbeitung im Gehirn. Mit einem Hörgerät erhält das Gehirn plötzlich wieder sehr viele Informationen und die müssen verarbeitet werden. Die Umstellung auf das volle Klangspektrum des Lebens braucht Zeit, das kann einige Wochen oder auch Monate in Anspruch nehmen, in denen das Gerät konsequent getragen werden sollte. Und es lohnt sich, auch wenn Sie vielleicht sagen: Ach, ich bin ja oft alleine, ich muss gar nicht immer alles hören. Doch was wäre der Frühling ohne das Zwitschern der Vögel, das Summen der Insekten, das leise Klopfendes Regens ans Fenster, das Brutzeln der Grillguts auf dem Feuer oder das Klirren von Eiswürfeln im Glas?

„Dann gibt es noch die sehr Zurückhaltenden“, verrät Carla Hensel und möchte die Kunden ermuntern, doch so lange bei der Anpassung das Optimum zu fordern, das sie brauchen. „Manche wollen demHörgeräteakustiker keine Mühe machen und sagen schnell: Ja, so ist es in Ordnung.Aber manchmal ist es das eben nicht. Es ist wichtig, uns diese Rückmeldung zu geben. Wir möchten genau wie der Kunde, dass er mit dem Gerät wieder mehr am Leben teilnehmen kann.“ Nutzen Sie doch den Frühjahrsputz und befreien Sie Ihr Hörgerät aus der Schubladenfalle, statt sich vielleicht weiterhin „anbrüllen“ zu lassen. Die leisen Töne sind es doch oft, die über die Sinne unser Herz erreichen. Gerne entstauben die Fachkräfte der sechs Schäfer-Hörgeräte-Filialen nach einer Terminabsprache Ihr Hörgerät und kümmern sich um eine optimale Anpassung.

sh

Schubladengeräte
Schubladengeräte müssen nicht sein

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